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Privatinsolvenz

Privatinsolvenz

Der lange Weg aus den Schulden

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PrivatinsolvenzSei 1999 regelt die Insolvenzordnung zwei Arten der Insolvenz, die Regel- und Privatinsolvenz. Letztere kann von Privatpersonen eingeleitet werden. Sie kann beantragt werden, wenn den Forderungen der Gläubiger im Falle der Überschuldung nicht nachgegangen werden kann. Nach einem langen Verfahren wird der Schuldner von seinen Restschulden befreit und kann ein neues Leben beginnen.

Freiwilliger Schuldenerlass

Um eine Privatinsolvenz einleiten zu können, muss der Schuldner seine finanzielle Lage und seine Schuldenlast offenlegen. Dazu müssen sämtliche Unterlagen auf den Tisch, auch Mahnbescheide, Kreditverträge und Rechnungen. Mit der Unterstützung einer zugelassenen Beratung kann eine außergerichtliche Einigung angestrebt werden. Dazu wird mit den Gläubigern über einen freiwilligen Schuldenerlass verhandelt. Dazu wird die Pfändbarkeit von Sachwerten und Einkommen geprüft.

Antragsstellung beim Insolvenzgericht

Ist der Versuch einer Schuldenerlassung gescheitert, kann eine Privatinsolvenz beim zuständigen Insolvenzgericht beantragt werden. Zunächst prüft dieses als Vermittler, ob sich der bestehende Plan zum Schuldenabbau nicht doch durchsetzen lässt. Er tritt in Kraft, wenn mindestens die Hälfte der Gläubiger zustimmt. Andernfalls beginnt das Insolvenzverfahren. Dazu wird ein Steuerberater hinzugezogen. Seine Aufgabe ist es, Vermögen, Geld- und Sachwerte zu bestimmen. Nun wird eine Pfändung und damit die Verteilung der Vermögenswerte an die beteiligten Gläubiger durchgeführt. Zuletzt folgt die Restschuldbefreiung.

Entschuldungsverfahren

An die Restschuldbefreiung knüpft sich ein Entschuldungsverfahren von sechs Jahren. Der Schuldner befindet sich nach wie vor in der Privatinsolvenz und muss den pfändbaren Teil seines Einkommens abführen. So darf der Schuldner einen Teil seines Einkommens behalten, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das darüber hinausgehende Einkommen, abzüglich von Unterhaltsleistungen, geht an die Gläubiger. Ausnahmen gelten bei der Erbschaft und bei Gewinnen. So dürfen Geschenke und Gewinne, auch Lotteriegewinne, vollständig und Erbschaften zur Hälfte behalten werden. Nach einer Dauer von sechs Jahren erklärt das Gericht die Privatinsolvenz als abgeschlossen und den Schuldner als schuldenfrei. Dies gilt unabhängig von der Art der Schulden und deren Ursache. Ausnahmen gelten für Geldstrafen oder Schadenersatzforderungen. Sind diese aufgrund eines Diebstahls, Betrugs oder einer Körperverletzung entstanden, bleiben sie auch nach einer Privatinsolvenz bestehen.

Kosten der Privatinsolvenz

Mit der Privatinsolvenz können Kosten entstehen, die der Schuldner übernehmen muss. Dazu zählen Verfahrenskosten für Gericht und Treuhänder. Wenn der Schuldner über kein Einkommen verfügt, kann er einen Beratungshilfeschein beantragen. Dazu muss der Schuldner beweisen, dass er trotz aktiver Bemühungen keiner Arbeit nachgeht. Wird der Antrag abgelehnt, richten sich die Kosten nach der Zahl der Gläubiger. Dennoch bleiben die Verfahrenskosten überschaubar und können in Raten bezahlt werden. Immerhin soll der Schuldner nach der Privatinsolvenz nicht wieder in eine Schieflage geraten.

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